Willkommen im
Centro Educativo Comunitario Yampuc

Home -
spanische Version

FEBRUAR 2006

Die Zeremonie zum Schulbeginn - Die Piñatas -
Der erste Tag mit den Kindern

 

Links (spanisch)

Aktivitäten 2006

Aktivitäten 2005
Aktivitäten 2004
Hauptseite
Wer wir sind
Seiten bis 2002
Zahlen 2005
Eine Mayaschule
Projekte
Maya-Kultur
Maya-Sprache
San Pedro Ayampuc
Partnerschulen
Förderverein
Kontakt

2 AQ'AB'AL
Dienstag, 10. Januar

Die Eröffnungszeremonie

Der Tag Aq'ab'al ist ein Symbol für die Morgenröte, für einen neuen Tag, für die Erneuerung des Lebens. Er bedeutet, dass die Sonne ganz nahe ist, dass ein neuer Zeitabschnitt beginnt, dass es neues, dauerhaftes Leben auf unserer Erde geben wird. Aq'ab'al kündet die Sonnenstrahlen an, welche das Dunkel der Nacht vertreiben.

So ist Aq'ab'al ein günstiger Tag, um friedliche und glückliche Tage für unsere Völker zu erbitten, aber auch Schutz vor negativen Energien, so dass die Gerechtigkeit und die Wahrheit obsiegen.

Für das Personal des Centro Educativo Comunitario Yampuc ist dieser Tag besonders geeignet, um dem Schöpfergott dafür zu danken, dass er uns die Möglichkeit gibt, ein neues Schuljahr zu beginnen. Es ist wie ein Sonnenaufgang für uns, unsere Familien und die Kinder, welche bei uns zur Schule gehen, also für die ganze Dorfgemeinschaft von San Pedro Ayampuc.

Es ist für uns auch der Moment, allen jenen zu danken, die unsere Schule unsterstützen und uns Mut geben, weiter zu machen: der PROCEY in der Schweiz und der ACEM in Guatemala, aber natürlich auch den Eltern, welche uns ihre Kinder anvertrauen.

Um fünf Uhr morgens versammelten sich die Kolleginnen und Kollegen zur Zeremonie, die von zwei Mayapriesterinen geleitet wurde, nämlich durch die Mutter einer Schülerin, Doņa Victoriana Xiloj und die Lehrerin Victoriana Sam. Jeder Lehrer und jede Lehrerin stellte sich im Kreis an dem Punkt auf, der seinem Nahual entsprach.

Auf dem Bild sehen wir, wie alle nach unten schauen; es ist dies ein Zeichen des Respektes. In der Mitte brennt das heilige Feuer, das uns mit positiven Energien erfüllt, während die Priesterin uns weise Ratschläge gibt.

8 AJMAC
Dienstag, 3. Januar

Eigentlich hatte unser Schuljahr schon einige Tage früher begonnen... Wir waren ganz gespannt, die neuen Schülerinnen und Schüler zu empfangen. Voller Vorfreude trafen sich die Lehrkräfte der Kulturkommission, also Vilma Pelaez, José Alejandro, Francisco Alvarado, Susy Bellinira, Francisco Tiul und Victor Manuel. Wir hatten uns vorgenommen zu lernen, wie man piñatas herstellt, diese Figuren aus Pappkarton, die mit Süssigkeiten gefüllt werden und von den Kindern zum Beispiel an ihren Geburtstagsfeiern so gerne mit verbundenen Augen zerschlagen werden.

Wir stellten sechs piņatas her, zwei für die Klassen, die am Vormittag zur Schule kommen, zwei für jene, die am Nachmittag bei uns sind und zwei für die Sekundarklassen. Wir hatten zwar keine Erfahrung, aber wir arbeiteten voller Begeisterung, denn alles sollte am 16. / 17. Januar bereit sein. Es war auch sehr lustig, denn wir waren selbst voller Kleister und wenn wir jemanden grüssten, bekam auch er etwas von der klebrigen Masse ab

Es entstanden Figuren, welche die Kinder vom Kinderfernsehen kennen, zum Beispiel Pooh, Bob, der Schwamm, dann ein Würfel, ein Basketball, eine Erdbeere und schliesslich ein kleines Kaninchen. Wir hängten sie auf, damit sie nicht zu früh kaputt gingen.

Das war wirklich eine schöne Erfahrung für alle. Wir scherzten, während wir arbeiteten, zeigten aber auch den Kindern, wie es geht, damit sie selbst an ihren Festtagen piñatas herstellen können.

8 TOJ / 9 TZ'I'
Montag, 16. und Dienstag, 17. Januar

Die Lehrerinnen und Lehrer der einzelnen Schulstufen bereiten sich an diesen beiden Tagen darauf vor, die Kinder mit verschiedenen Aktivitäten und Spielen willkommen zu heissen. Einige Eltern begleiteten ihre Söhne und Töchter, um ihnen die letzten Anweisungen für diesen wichtigen Tag zu geben: "Mein Sohn, benimm dich korekt!" oder "Du weisst, du musst deine Aufgaben machen!"

Alle hörten der Begrüssungsrede unseres Direktors Francisco Tiul zu. Er erklärte, welches die Pflichten und Rechte aller Beteiligten sind und betonte dabei, es sei eine wichtige Verpflichtung, Mutter oder Vater zu sein. Nachdem er geendet hatte, verliessen die Eltern die Schule.

Auf dem Bild sieht man ein Spiel, das wir Tanz um den Stuhl nennen. Wir stellen sechs Stühle auf, dann werden sieben Mädchen und Buben gewählt, die um die Stühle tanzen, bis die Musik unterbrochen wird. Schnell müssen alle einen freien Platz finden. Wer das nicht schafft, scheidet aus. Dann geht es weiter mit fünf Stühlen und sechs Kindern usw.

Natürlich gab es auch andere Spiele wie los encostalados*, la mancha* oder Kraftvergleiche. Und am Schluss durften die Kinder die piñatas zertrümmern, so dass alle zu ihren Süssigkeiten kamen.

(* Falls jemand ein entsprechendes Spiel mit deutschem Namen kennt, möge er das bitte dem Webmaster mailen - danke für die Mithilfe! jurelroc@tiscali.ch, Betreff:ceyampu)