Die unteren Glyphen
werden von links nach rechts und von oben nach unten gelesen. Die ersten fünf
bestimmen, wie viele Tage seit Beginn des aktuellen choltun vergangen
sind.
Die Mayas nennen choltun einen grösseren Zyklus von 1'872'000 Tagen
(ungefähr 5128 Jahre). In der Maya-Forschung wird dabei von der
cuenta larga (englisch Long Count) gesprochen. Damit muss der Beginn
des choltun im Jahre 3114 v.Chr. liegen.
Auf der linken Seite der Glyphe die eigentliche Maya-Zahl.
| Erste Zeile links | 12 B'aktun |
12
x
|
144'000
Tage
|
| Erste Zeile rechts | 18 K'atun |
18 x
|
7200
Tage
|
| Zweite Zeile links | 16 Tun |
16
x
|
360
Tage
|
| Zweite Zeile rechts | 13 Winäq |
13
x
|
20
Tage
|
| Dritte Zeile links | 4 Q'ij |
4
x
|
1
Tag
|
Es sind also
seit dem Beginn des aktuellen choltun-Zyklus 1'863'624 Tage vergangen.
Die Zeichnung auf der Glyphe Q'ij steht sowohl für Tag als auch für Sonne.
Wie die Illustration der Glyphe
Tjob'äl zeigt, handelt es sich nicht nur um eine Zeichnung, sondern auch
um die bildliche Darstellung eines Wortes, eben q'ij = Sonne, Tag.
| Dritte Zeile rechts | Der Tag des chol q'ij 13 K'at. (260-Tage-Zyklus |
| Vierte Zeile links | Herr der Nacht G? Es gibt sieben Herren der Nacht, welche die Schreiber als G1 bis G7 bezeichnen. Sie lösen sich für jeden Tag als Herr ab. |
| Vierte Zeile rechts | Tag 2? des astronomischen Jahreskalenders Haab. |
Je mehr Angaben aus verschiedenen Zyklen auf einer Stele kombiniert werden, desto genauer kann ein Datum innerhalb eines sehr grossen Zeitintervalles bestimmt werden.
