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eine
Mayaschule







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die gefiederte schlange

Das CEY - eine Mayaschule

Die Maya-Kosmovision -
der Pop Wuuh (Popol Vuh)

Die Schöpfungsgeschichte ist Teil der Mythensammlung des Pop Wuuh, Buch des Rates. Die zuvor mündlich überlieferten Texte wurden nach der Eroberung zwischen 1554 und 1558 in K'iche` geschrieben. Die symbolhaften Geschichten sind für viele Mayas auch heute von grosser Bedeutung für die Gestaltung des täglichen Lebens.

Die Lektüre des Pop Wuuh hilft, die Schöpfungsgeschichte der Mayas besser zu verstehen. Das Buch berichtet unter anderem auch von Tepeu und Gucumatz , als ideengebendem Schöpfer und als praktischem Bildner, welche zusammen eine duale Einheit bilden.

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Der Pop Wuuh - oft auch Popol Vuh genannt - wird als Hauptwerk der mittelamerikanischen Literatur betrachtet. Der Autor ist wohl ein Indigena , ein Maya aus dem Volk der K'iché, der nach der Eroberung Spanisch gelernt hatte und einem Priester in der Kirche zur Seite stand. Dieser erkannte, dass der Junge die während Jahrhunderten mündlich überlieferten Geschichten seiner Vorfahren sehr genau kannte und forderte ihn zwischen 1545 und 1555 auf, sie niederzuschreiben. Dies mag erstaunen, denn die Eroberer hatten zuvor unzählige in Ideogrammen auf Rinden und Leder festgehaltene Berichte mit äusserster Gründlichkeit vernichtet, um die als Teufelswerk betrachtete Maya-Kultur auszurotten.

Im Pop Wuuh finden wir Geschichten - vielleicht besser: Mythen - die einerseits unterhaltsam sind, andererseits sehr tiefgründig den Weg eines Volkes - des K'iché-Volkes - erzählen, von der Erschaffung der Welt und der ersten Menschen bis zur Ankunft der Spanier im Jahre 1524.

Die Lektüre des Originaltextes ist für Menschen der westlichen Welt schwierig, denn deren Logik ortet innerhalb der Sammlung zahlreiche Widersprüche. Franco Sandoval meint dazu im Vorwort zur vereinfachten Version des Pop Wuuh: Wenn wir einmal eine Maya-Stele genau betrachtet haben, nehmen wir den Pop Wuuh vielleicht als eine Folge von Stelen wahr, die in Reihen angeordnet sind. Jede von ihnen berichtet sehr bildreich und mit vielen Verzierungen von unterschiedlichen Ereignissen und Personen. So widerspiegelt der Pop Wuuh eine sehr ausgefeilte, alles mit allem verbindende Denkweise. Der erzählenden "Stele" folgt eine nächste, welche das Geschehen wertet. Die folgende wiederum kündet an, was sich nun ereignen wird. Abgeschlossen wird eine Reihe jeweils durch eine Zusammenfassung, die den kulturellen Sinn der Berichte festhält.

Es ist klar, dass dem Pop Wuuh eine grosse didaktische Bedeutung zukommt. Auch die heute für ihre kulturelle Identität kämpfenden Mayas berufen sich immer wieder auf dieses Werk. Die darin enthaltenen Mythen waren und sind die Grundlage für die Weitergabe all des Wissens und der Philosophie, welche die Maya-Kosmovision ausmachen.

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