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eine
Mayaschule







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kalenderräder der mayas

Das CEY - eine Mayaschule

Die Maya-Kosmovision -
Zeitmessung - Kalendersysteme

Der Kalender ist in der Mayakultur ebenso wichtig für die Zeitrechnung wie für das Wohlbefinden des Menschen. Die Hüter der antiken Mayakultur sind gleichzeitig bemerkenswerte Astronomen und Mathe-matiker. Fasziniert vom Fortschreiten der Zeit und dem Geheimnis der Ewigkeit berechnen sie mit äusserster Genauigkeit den Gang der Gestirne, vor allem die Position der Sonne und des Mondes - ihres Vaters und ihrer Grossmutter.

Sie beobachten, dass die Natur zahlreiche Zyklen regelmässig wiederholt: Licht und Dunkel, Trockenheit und Regen, Wärme und Kälte usw. Dank den kalendarischen Berechnungen der Priestergelehrten gelingt es so unter anderem, den für das Überleben wichtigen Zeitpunkt für Aussaat und Ernte der täglichen Nahrung zu bestimmen.

Der Ritualkalender chol q'ij

Traditionsbewusste Mayas messen die Zeit auch heute mittels zweier verschiedener Kalender, dem chol q'ij oder Tzolkin und dem Haab. Der chol q'ij, der Ritualkalender, umfasst 260 Tage - die Dauer einer Schwangerschaft. 20 Tage, jeder mit seinem Glyphen, werden je mit einer Zahl von 1 - 13 verbunden. So wiederholt sich die gleiche Zahlenkombination nach Ablauf von 260 Tagen.

Jeder Tag hat seine eigene Bedeutung und gibt dem Menschen wichtige Informationen für sein Verhalten. Der Haab umfasst 365 Tage, 18 in 20 Tage unterteilte Monate und fünf besondere Zusatztage. Er ist wie die Abbildung oben zeigt mit dem cho q'ij verzahnt Nach 52 Haab-Jahren wiederholt sich die Übereinstimmung zweier Tage im chol q'ij und im Haab. Das zyklische Wiederkehren der Tage symbolisiert die stete Wiederholung von Kommen und Gehen. Wie es die Schöpfungsgeschichte im Popol Wuuh erzählt, ist der Maya aus Mais gemacht und geht nach seinem Tod zurück zur Erde, wird wieder Mais.

Cholqu'ij, Haab, cuenta larga

Neben dem cholq'ij vewenden die Mayas zwei weitere Kalendersysteme, den Haab und die cuenta larga, die Langzeitzählung. Während der cholq'ij oder Tzolkin ein Ritualkalender ist, welcher für die Gestaltung des täglichen Lebens - als Beispiel diene die Aussaat - von grosser Bedeutung ist, erlauben es die beiden anderen Kalender, historische Daten genauer festzulegen. In der Tat waren die Maya fasziniert vom Phänomen des Laufs der Zeit.

Die Stelen der Mayas sind oft nichts anderes als Geschichtsbücher, welche die Taten eines bestimmten Fürsten und die Entwicklung einer bestimmten Stadt schildern. So fällt auch einem Nichtexperten sogleich auf, dass die Glyphen meist mit einer Zahl kombiniert sind. Dabei verbinden sich Angaben aus dem cholq'ij mit solchen aus dem Haab, dem 365 Tage Kalender und solchen aus der endlosen Langzeitzählung, welche mit dem mythischen Jahr 3114 v. Chr. beginnt.

 zur Stele mit den Glyphen und Zahlen
   des Gründungsjahres des CEY

Haab und cholq'ij sind sozusagen ineinander verzahnt. Auch der Haab, der Kalender des Sonnenzyklus, ist ähnlich unterteilt wie der cholq'ij: er umfasst 18 Monate zu 20 Tagen plus 5 besondere Tage, die eine besondere magische Bedeutung haben und von vielen westlichen Interpreten als Unglückstage betrachtet werden. Mittels der drei genannten Kalendersysteme ist es möglich, jegliches Datum sehr präzise anzugeben. Seitdem die Forschung grosse Fortschritte bei der Entzifferung der Glyphen gemacht hat, enthüllen die steinernen Geschichtsbücher nach und nach ihre Geheimnisse und wir erhalten immer mehr Informationen über die Hochblüte der Maya-Kultur.

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