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Das
Herz der Weisheit des Mayavolkes*
2. Die Maya-Kalender Wissenschaftliche
Erkenntnisse - Schrift und Zahlen Von
der Kunst seiner Skulpturen, seiner Keramik und seiner Malerei wissen wir , dass
das Mayavolk das umfassendste Schriftsystem des Kontinentes entwickelt hat. Die
Maya verwendeten dazu im Gegensatz zu den heute geschriebenen Sprachen keine Zeichen,
welche Laute wiedergeben. Sie schrieben ihre Geschichte und die Namen ihrer Vorfahren,
mittels einer Schrift, welche aus Bildern bestand, die Ideen darstellten. Sie
hielten in der selben Weise Beschreibungen von Pflanzen und Tieren fest, die Resultate
arithmetischer Studien oder die Analysen ihrer Kalender sowie die Beobachtungen
des Laufes des Mondes, der Sonne und der Gestirne. Die
Maya schrieben auf Steine, auf die Mauern der Tempel und in so genannte Codices,
"Bücher" aus einer Art Papier, welche aus der Rinde der mexikanischen
Feige gewonnen wurde. Im Dresdener
Kodex, einer um das Jahr 1200 entstandenen Abhandlung, welche der Deutung
astronomischer Phänomene diente, wird die Verbindung zwischen Schrift und
Zahlensystem besonders deutlich. Die
Entwicklung der Arithmetik, also der Kunst des Zählens, war der eigentliche
Schlüssel zur Entwicklung eines präzisen Kalenders, der auf der genauen
Berechnung astronomischer Phänomene beruhte. Basis
des Zahlensystems ist die Einheit 20. In K'ich'e ist das Wort für 20 juwinaq,
was soviel bedeutet wie ein Mensch, hat dieser doch zehn Finger und
zehn Zehen. Die Zahl 20 steht also für vollständiger Mensch.
Um
die einzelnen Zahlen zu schreiben, verwendeten die Maya als Zeichen den Punkt
(einen Stern) und die Linie (Schilf- oder Zuckerrohr), die 5 Punkten entspricht.
Als weiteres Zeichen verwendeten die Maya eine Muschel, welche als Null dient. Mittels
den Punkten und den Linien wird zunächst bis 19 gezählt, dann folgt
auf der nächst höheren Ebene die 20: ein Punkt auf Ebene 2 und eine
Muschel auf Ebene 2.
Siehe dazu die Illustrationen:
Wie chreibt man Mayazahlen? Vorwort:
Victoriano Castillo González, s.j.
*Eduardo
León Chic: Uk'u'xal ranima' ri qano'jib'al; Fundación CEDIM,
Iximulew, Guatemala, 1999. cedim@infovia.com.gt 5a
calle 20-15 zona 11, Colonia Mirador I, Guatemala Übersetzung:
Jurik Rockenbach jurelroc@tiscali.ch (Betreff:
CEDIM [obligatorisch]) Kommentare sind immer willkommen!
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