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Das
Herz der Weisheit des Mayavolkes*
2. Der Maya-Kalender Einführung Der
Kalender - oder besser: die Kalender -, welche die Mayas wie andere mittelamerikanischen
Völker verwendeten, ist eine der perfektesten Methoden der Zeitzählung.
Er beschreibt die wichtigsten Zyklen ihres Lebens und stellt zusätzlich ihre
gesamte Weltsicht - die Kosmovision -, ihr Verhältnis zu Ajaw - Gott
- und zu den Mitmenschen dar. Vor
allem der Mondkalender hat einen sakralen Charakter. Er ist also ein heiliges
Buch, der den Maya dazu dienen soll, die Bezhiehungen zwischen Mensch und Mensch,
Mensch und Natur, Mensch und Gott im Gleichgewicht zu halten. Schliesslich lenkt
der Ritualkalender das spirituelle Leben der Familien und des Volkes. Es handelt
sich um eine geistige Methode, welche die Maya von ihren Ahnen geerbt und
von Generation zu Generation treu weiter gegeben haben. Das vertiefte Wissen des
Cholq'ij wird uns also den Zugang zur Kosmovision der Maya erleichtern. Wenn
wir uns entschlossen haben, das während Jahrhunderten mündlich überlieferte
Gedankengut unserer Ahnen schriftlich zu formulieren, so geschieht das, um jenen
Menschen zu helfen, welche den Frieden für sich selbst, für die Mitmenschen
und unser Volk wünschen und suchen. Wir möchten diesen spirituellen
Leitfaden in ihre Hände legen, damit sie gedanklich das Volk besser verstehen,
welches seine Rechte verteidigt und seine eigene Nation begründen möchte.
Wenn wir uns zu Boden beugen und aus der Quelle der Spritualität der Maya
trinken, werden wir eher fähig sein, uns mit ihnen zu solidarisieren. Vorwort:
Victoriano Castillo González, s.j.
*Eduardo
León Chic: Uk'u'xal ranima' ri qano'jib'al; Fundación CEDIM,
Iximulew, Guatemala, 1999. cedim@infovia.com.gt 5a
calle 20-15 zona 11, Colonia Mirador I, Guatemala Übersetzung:
Jurik Rockenbach jurelroc@tiscali.ch (Betreff:
CEDIM [obligatorisch]) Kommentare sind immer willkommen!
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