Willkommen im Centro Educativo Yampú
eine Mayaschule in San Pedro Ayampuc
Guatemala

September 2004
Kurs für Familienplanung am Centro Educativo Yampú

zurück

zur Startseite

Seit seiner Gründung im Jahre 1990 wird das C.E.Y. in San Pedro Ayampuc nicht nur wegen der Qualität des Schulunterrichtes, sondern wegen des allgemeines Engagement zu Gunsten der Dorfgemeinschaft geschätzt. Einen Beitrag zur Verbesserung des Zusammenlebens leistete auch der von Imelda Pedroza organisierte Kurs für Familienplanung. Hier ein Auszug aus dem Bericht, den Imelda am Ende des Kurses verfasst hat

Familienplanung

FAMILIENPLANUNG - PROJEKTBESCHRIEB

Verantwortlich:
Imelda Pedroza Chamalé.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
o Eltern von Schülerinnen und Schülern des Centro Educativo Yampú.
o Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule zwischen 14 und 18 Jahren
Dauer - Wochentag - Stundenplan
März bis Juni 2004; Samstag Vormittag; 08.00 - 12:00
Zweck
Der Umstand, dass es in San Pedro Ayampuc zahlreiche Familien mit vielen Kindern gibt, führt zu zahlreichen Problemen. Einerseits entstehen materielle Schwierigkeiten: Die Kinder bekommen nicht genügend zu essen, sie haben kaum Kleider, die Wohnungen sind zu klein für die Grossfamilien. Anderseits gibt es die psychologischen Probleme: Die Eltern haben nicht genügend Zeit, sich in der richtigen Art um die Söhne und Töchter zu kümmern, was oft dazu führt, dass die Kinder zu wenig Liebe erhalten.
Der Kurs soll den Eltern klar machen, dass sie gegenüber der Familie eine Verantwortung haben. Wir hoffen, dass es so möglich ist, die allgemeine soziale Lage in der Gemeinde zu verbessern.

DER KURS AM 24. APRIL 2004

An diesem Morgen sind 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend. Wir diskutieren darüber, welche Verhütungsmethoden einem Paar zur Verfügung stehen, welches sich mit Familienplanung auseinandersetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten von den Methoden, welche sie kennen und anwenden, auch von den natürlichen.
Die Frauen berichteten von ihren Erfahrungen mit den verschiedenen Methoden, von der Pille und dem Kupfer-T. Mit der Unterstützung einer Vertreterin des lokalen Ambulatoriums entwickeln wir das Thema weiter, was sich für die Anwesenden als sehr nützlich erweist.
Wir können sehen, dass zahlreiche Frauen in der Gemeinde Angst davor haben, eine Schwangerschaft zu verhüten und dass viele Menschen gar nicht wissen, worum es überhaupt geht. Ausserdem muss gesagt werden, dass der Machismus hier ein sehr grosses Problem darstellt. Die Männer verbieten ihren Frauen zum Beispiel, sich in einem solchen Kurs einzuschreiben. Es kann durchaus sein, dass die eine oder andere Teilnehmerin heute heimlich in diesem Klasssenzimmer sitzt.
Manche Männer sind nicht einverstanden, dass ihre Frauen sich für Familienplanung interessieren; sie sagen, sie möchten alle Kinder bekommen, welche Gott ihnen gibt. Ausserdem finden sie es schlecht, dass man ihren Frauen etwas Neues beibringt. Wir hingegen sind der Ansicht, dass das bei der bestehenden wirtschaftlichen Lage nicht geht. Überdies gilt es festzuhalten, dass viele Männer Alkoholiker sind. So kommt es, dass es Frauen wegen der vielen Kinder, die sie zur Welt bringen, gesundheitlich oft schlecht geht, was wiederum dazu führt, dass sie sich um die Kleinen nicht genügend kümmern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die hier publizierten Fotografien
stammen vom Personal
des C.E.Y.

Familienplanung 2

Auch MänneFamilienplanung 3r unter
den Teilnehmern