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Um ein Projekt verwirklichen zu können, muss man finanzielle Hilfsmittel haben, den Prozess der Ausführung planen, mit Klarheit die Ziele, den Zweck bestimmen und die notwendigen Schlüsse ziehen. Auf diese Art erfüllt das Projekt die Erwartungen, welche die Förderer (Gründer) planten. Es ist klar, dass das C.E.C.Y. ein Projekt mit erzieherischem Charakter ist, welches Zeit brauchte, um so zu werden, wie es heute ist.
vorne:
die GründerInnen Victoriana Sam de Xiloj, Bernarda Alvarado und Daniel Barczay
hinten: Lehrer Francisco mit Tochter Sitlali, seine Frau, die Lehrerin Irma Die Gründer dieses Projektes waren Daniel Barczay, seine Frau Bernarda Alvarado und Victoriana Sam de Xiloj. Das Ziel ihres Erziehungsprojekts war es, der Sampedranischen Bevölkerung zu helfen. 1989 begannen sie mit ersten Sitzungen, um das gravierende Bildungsproblem anzugehen. Wegen des starken Bevölkerungszuwaches und der Tatsache, dass es nur eine Schule gab, mussten die Eltern lange Schlange stehen, bis sie ihr Kind anmelden und zur Schule schicken konnten. Es brauchte also eine neue Schule. Aus der Schweiz, zu der von Anfang an rege Kontakte bestanden hatten, kam finanzielle Hilfe. 1990 begann dann die Ausführung des Projekts und erse für dieArbeit mit Kindern geeignete Lehrpersonen konnten eingestellt werden. In den ersten Jahren bestand das Schulpersonal aus: der
Direktorin: Victoriana Sam de Xiloj, ursprünglich aus Quetzaltenango Später kam Francisco Poz dazu, zuerst als Stellvertreter für Romelia und ab 1992 fest ins Team.
SchülerInnen-Parade in den 90er Jahren Wenn man das Team der ersten Jahre betrachtet, fällt auf, dass die Mitglieder aus verschiedenen Regionen stammen. Irma und Francisco mussten sich an ein neues Klima gewöhnen und auch daran, dass ihre Familie und Freunde weit weg von ihnen waren. Doch das Bewusstsein, zu einer neuartigen Schule zu gehören, gab ihnen die Energie, sich ganz für das Projekt einzusetzen. Sie legten Enthusiasmus und Kreativität an den Tag und identifizierten sich mit der Mayakultur, was sie zugleich mit den Schulkindern verband. Von Anfang an war es etwas sehr Spezielles, mit den Kindern aus San Pedro Ayampuc zusammen zu leben. Diese brachten ihre Gefühle so ehrlich zum Ausdruck, dass es die Lehrkräfte zur Weiterarbeit animierte.
Die
Wichtigkeit der Mannschaft Lehrpersonen, Schüler und Schülerinnen bildeten eine Gemeinschaft, was sich besonders in Aktivitäten wie der Projektwoche widerspiegelte. Diese Veranstaltung wurde jeweils zum Jahresschluss organisiert. Jede Lehrkraft entschied, was sie mit den Kindern erleben beziehungsweise erarbeiten wollte. Die Kinder konnten dann wählen, bei welcher Aktivität sie mitmachen wollten (beispielsweise im Bereich der Naturwissenschaften, beim Brot herstellen, bei der Musik oder bei Näharbeiten etc.). An den Novembersonntagen wurden Seminare für Eltern angeboten. Es gab Themen wie den Friedensprozess in Guatemala, die Diskriminierung von Bevölkerungsteilen, die Geschlechtergleichheit, die Werte unserer Grosseltern und andere. Man wollte dadurch mit den Eltern des Dorfes die Kosmovision der Mayakultur nacherleben, was einen Teil der Philosophie des C.E.C.Y ausmacht. Wir machen auch heute weiter mit diesen speziellen Aktivitäten wie z.B. dem Kaqchikel-Tag, wo Eltern, Lehrkräfte und SchülerInnen zusammen kommen. Es gibt Theateraufführungen, und Gruppen präsentieren sich vor einem Publikum mit Gesängen, Gedichten und Tänzen.
Nachtessen im Haus von Francisco Poz Juli 2006 Das Projekt förderte e auch Freundschaften zwischen Guatemala und der Schweiz, zwischen Lehrkräften, zwischen dem Personal und der Gemeinde. Irma und Francisco gingen in ihre Heimat zurück, schlossen ihr Studium an der Universität mit dem Lizentiat ab und arbeiten heute an einem anderen Ort. Aber sie denken sehr gerne und mit ein wenig Wehmut an die ersten Jahre am C.E.C.Y. zurück, wo man nach der Arbeit zusammen gesungen und Gitarre gespielt hat…
Text:
Victor Manuel Per Pichiyá
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